Interrail ist über fünfzig. Ich war es auch, als ich meinen ersten Interrail-Pass gekauft habe.
Sechsundzwanzig Jahre lang war Interrail etwas für Leute unter 26: 1972 ging es los, mit einer Altersgrenze bei 21, später bei 26. Seit 1998 darf jede mitfahren. Ich habe mir dann noch etwas Zeit gelassen.
Im Mai und Juni 2026 bin ich losgefahren, in Begleitung von M.: drei Wochen Ferien, elf Städte, sieben Reisetage (plus vier Fahrten, die wir nebenbei gebucht haben), von Deutschland über Italien und Frankreich bis nach Spanien und wieder zurück.
Zwei Biwacksäcke waren umsonst dabei, weil ich fürchtete, Europa könnte ausgebucht sein. Und vielleicht, weil ich dieses Bild im Kopf hatte von der typischen Interrail-Uniform der 70er/80er/90er Jahre: Riesiger Tramperrucksack, von dem ein Paar Reserveschuhe baumelten, an dem unten noch ein Schlafsack festgezurrt war. Beliebt auch: eine Gitarre.
Hier stehen alle Beiträge zu dieser Reise, in der Reihenfolge, in der ich sie gefahren bin. Die Seite wächst noch.

Bild: © Interrail B.V., Interrail Image Library
Wenn du nur zwei Texte lesen willst:
Interrail für Erwachsene: Die Freiheit liegt im Regionalzug
„Interrail mit über 50, geht das überhaupt?“, wurde ich immer gefragt. Hier steht, wie sich diese Reise angefühlt hat, und warum die schönsten Stunden im Regionalzug lagen und nicht im Hochgeschwindigkeitszug.

Interrail-Reisetage planen: mit Landkarte und Rail Planner App
Der Praxisteil. Welcher Pass zu dir passt, welche Fahrten du besser
einzeln buchst, wie die App vom Kauf bis zur Fahrkarte funktioniert und was in den Rucksack gehört. Mit achtzehn Punkten für die Vorbereitung.

Die Interrail-Route durch Westeuropa, Station für Station
Hamburg. Start und Ziel. Losgefahren sind wir mit dem
Deutschlandticket, zurückgekommen im Nachtzug. Wer wissen will, wo wir morgens aufgebrochen sind:
Moin Hamburg! Ein Überblick

Recklinghausen und das Ruhrgebiet
Zwei Tage Pott zum Auftakt: Kunst gegen Kohle bei den Ruhrfestspielen, Currywurst unter Stahlträgern auf Zeche Zollverein in Essen.

Lecco am Comer See
Der östliche Zipfel des Comer Sees, nicht so überlaufen wie der Rest. Zwei Nächte, drei Kilometer zu Fuß vom Bahnhof zur Unterkunft, und statt der gesperrten Wanderwege eine versteckte Bucht unterhalb der Uferstraße.

Genua. Zwei Nächte. Die von dort nach Frankreich, im Regionalzug an der ligurischen Küste entlang, war die schönste Strecke der ganzen Reise. Der Beitrag kommt noch.
Nîmes
Römer, Krokodile und die beste Stockfischcreme Frankreichs. Eine Stadt, die einen empfängt wie eine gute Gastgeberin.
Dazu:
Streetart in Nîmes
Wir sind losgegangen, um wandfüllende Bilder zu suchen, und einem Künstler begegnet, der im Miniaturformat zeichnet.

Biarritz
Atlantik, Adel, Artischocken. Wildes Wasser, kaiserliche Geschichte, Surfer an der Grande Plage. Weiter ging es von dort zu Fuß, denn der Bus über die Grenze fuhr am Flughafen ab. Logisch, oder?

Bilbao. Drei Nächte, die längste Station im ersten Teil der Reise. Am Strand bei Getxo ist M. in die Wellen gegangen, ich bin an Land geblieben. Der Beitrag kommt noch.
Barcelona. Zwei Nächte. Der Beitrag kommt noch.
Lyon. Eine Nacht, die einzige Station, an der wir nur einmal geschlafen haben. Geblieben sind mir zwei Sätze über eine besondere Straße, ein Stück Filmgeschichte. Ob daraus ein Beitrag wird, weiß ich noch nicht.
Bologna. Vier Nächte, die längste Station der Reise, und die mit den meisten Notizen. Der Beitrag kommt noch.
Venedig. Zwei Nächte zum Abschluss. Der Beitrag zu diesem Besuch kommt noch. Venedig und ich kennen uns allerdings länger, und aus früheren Reisen liegen schon drei Texte hier:
- Venedig im Herbst: 9 Tipps,
von einer Ausstellung über einen Supermarkt im alten Theater bis zur Bar für den Aperitivo - Im Labyrinth von Venedig: Calle, Campo, Sotoportego,
ein Spaziergang mit Verlaufen und den gemalten Straßenschildern, den Nizioleti - Fondamenta delle Zattere: ein Spaziergang,
die sonnige Uferpromenade, einer meiner Lieblingsorte in der Stadt

Und zurück nach Hamburg, im ÖBB Nightjet:
Schlafen auf Schienen: Eine Nacht in der Mini-Cabin.

Die Reise in Zahlen
- Elf Städte, sieben Reisetage, drei Wochen
- Global Pass, sieben Reisetage in einem Monat, erste Klasse
- Vier von elf Fahrten außerhalb des Passes: Deutschlandticket,
zweimal Regionalzug, einmal Fernbus - Meist zwei Nächte pro Stadt, am längsten vier in Bologna, am
kürzesten eine in Lyon - Zwei Rucksäcke, zehn und neuneinhalb Kilo
- Zwei Biwacksäcke, nie gebraucht
Sechs Stationen warten noch auf ihren Text: Genua, Bilbao, Barcelona, Lyon, Bologna und Venedig. Sie kommen nach und nach. Am einfachsten bekommst du sie mit, wenn du meinen Newsletter abonnierst.

