Reisetrends 2026 – und was sie für Dich und mich bedeuten

Hausboot auf dem Lough Dergh in Irland, Frau guckt auf das Wasser

Brauchen wir das oder kann das weg? Reisetrends 2026 unter der Lupe

Liebe Freundinnen von Welt,

wenn ich an 2026 denke, dann sehe ich nicht nur Fernreisen oder „Hauptsehenswürdigkeiten abhaken“. Ich sehe Urlaub als Ausdruck unserer Sehnsucht — nach Geschmack, Geschichten, Ruhe, Gemeinschaft, Natur oder uns selbst. Hier sind 16 Trends, die hoffentlich auch Euch Lust machen, loszufahren. Ich habe die mal kommentiert. Bei machen frage ich mich allerdings: Huch, das ist ein Trend? Das habe ich doch schon immer so gemacht. Was meint Ihr dazu?
Eure Kirsten, Freundin von Welt

Fragt Ihr Euch, wie wir 2026 reisen werden? Ich habe einen Blick auf die aktuellen Branchendaten geworfen. Die 15 Trends, die Ihr hier lesen könnt, basieren auf umfangreichen Analysen und Prognosen führender Reiseportale und Tourismusexperten wie Skyscanner oder TUI. Sie zeigen: Unsere Sehnsucht nach Echtheit, Geschmack, Erholung, Gemeinschaft, Natur und Abenteuer verändert, wohin wir reisen und wie wir reisen.
Kommt mit auf eine kleine Entdeckungsreise durch 16 Reise-Trends 2026 — Ideen, die nicht nur ins Ausland führen, sondern auch ins Alltagsglück, zu neuen Impulsen und vielleicht sogar zu uns selbst.

Inhaltsverzeichnis

Freundin von Welt Kirsten Rick in einem Holzlabyrinth

Im Labyrinth der Trends

Kattegattleden, Westschweden

Schafe

Auf Texel gibt es davon mehr als Einwohner

Schafe ganz nah

Die 16 Reisetrends – und meine ganz persönliche Meinung dazu:

1. Supermarkt-Safari – Kultur im Einkaufskorb erleben

Der Trend:

Laut Skyscanner besuchen zwei Drittel der Deutschen im Ausland regelmäßig Supermärkte, um Kultur „durch den Einkaufskorb“ zu verstehen. 44 % wollen dort Lebensmittel entdecken, die es zu Hause nicht gibt, 32 % vergleichen lokale Varianten bekannter Produkte, 35 % beobachten den kulinarischen Alltag. Eine Supermarkt-Safari gehört damit offiziell zu den Top-7 Reisetrends 2026.

Meine Einschätzung:

Ja, das mache ich immer und gerne! Und manchmal sind die Supermärkte selbst schon Sehenswürdigkeiten – mein Favorit: der im alten Theater in Venedig. Meine Mitreisenden sind dabei oft leicht genervt. Vielleicht lasse ich sie künftig wissen, dass sie damit im Trend liegen.

Teatro Italia: Supermarkt in einem ehemaligen Theater in Venedig

Teatro Italia

Supermarkt in einem ehemaligen Theater in Venedig

Marktstand

Chennai, am Straßenrand. Okay, das ist kein Supermarkt.

Marktfrau verkauft Gemüse am Strassenrand in Chennai, Tamil Nadu. Indien

2. Taste Tourism: Kulinarik als Reise-Herzstück 2026

Der Trend:

Essen ist 2026 nicht mehr nur Begleitprogramm, sondern zunehmend Hauptmotiv: 45,7 % der deutschen Urlauber geben laut TUI im Urlaub am meisten Geld für Essen & Trinken aus. 54,4 % probieren bewusst lokale Spezialitäten; fast 49 % weichen dafür sogar von ihrer Ernährungsform ab – inklusive 31 % Vegetarier und 21 % Veganer. Kulinarische Neugier wird zum Reiseantrieb.

Meine Einschätzung:

Essen wichtiger als Sehenswürdigkeiten? Da protestiert die Reisejournalistin in mir! Aber klar: Ohne gutes Essen kein guter Tag. Ich sage nur: Peking-Ente in Beijing, Krabbenbrötchen an der Nordseeküste, Tapas in Madrid – das war immer Trend.

Peking-Ente wird von einem Koch in Beijing, China, zubereitet

Peking-Ente

zubereitet in Bejing, China

Tapas

in Madrid

eine Gabel mit Gambas, Tapas in Madrid

3. Bookpacker & Literarische Reisen: Mit Buch im Koffer unterwegs

Der Trend:

Der Literaturtrend wächst weiter: 43 % der Befragten haben bereits eine literarisch inspirierte Reise gebucht oder würden dies tun. 58 % sagen, dass Lesen im Urlaub wichtig sei; 22 % wollen Orte besuchen, die in Büchern vorkommen; 17 % planen Trips zu berühmten Buchhandlungen oder Bibliotheken.

Meine Einschätzung:

Lesen auf Reisen – geht das denn ohne? Für mich ist jede Reise ein Leseurlaub. Und auf meiner Bucketlist steht seit Jahren eine Jane-Austen-Gedächtnistour.

Meine Tipps:

Der Fontane-Radweg in Brandenburg oder auf den Spuren von Hermann Hesse im Tessin.

Gelbe Fontane-Statue, Kirsten Rick mit Fahrrad

Hallo, Theodor Fontane

Fontane-Radweg: auf den Spuren des Autors

Hier schrieb Hermann Hesse

Hesse-Museum in Montagnola im Tessin, Schweiz

Hesse-Museum in Montagnola im Tessin, Schweiz

4. Set-Jetting & Story-Orte Lieblingsgeschichten zum Greifen nah

Der Trend:

Reisen zu Film- und Serienkulissen boomen. Expedia und Skyscanner sehen 2026 einen anhaltenden Trend: Jüngere Zielgruppen buchen Trips gezielt nach Drehorten, die bei Instagram & TikTok viral gehen. Buchkulissen, Serienhäuser, Fantasy-Berge – alles buchbare Sehnsuchtsorte.

Meine Einschätzung:

Ich liebe das Gefühl, irgendwohin zu kommen und zu denken: „Hier war ich doch schon mal…? Ach nein, nur die Serie!“ Es hat etwas Angenehmes, wenn Orte plötzlich vertraut wirken.

5. Glowcation & Beauty-Trips: Urlaub zum Strahlen

Der Trend:

Der Beauty-Trend gehört 2026 zu den stärksten globalen Bewegungen: 26 % kaufen im Urlaub Beautyprodukte, die es zu Hause nicht gibt; 22 % shoppen Make-up im Duty-Free; 32 % der Gen Z planen aktiv Beauty-Behandlungen im Urlaub – doppelt so viele wie die Babyboomer (14 %). Beauty-Reisen werden Destinationen beeinflussen.

Meine Einschätzung:

Urlaub zum Eincremen? Hm, mache ich eigentlich viel zu selten. Aber vielleicht wäre es gar nicht schlecht, mal wieder mit Glow statt Jetlag nach Hause zu kommen.

6. Event-Tourismus & Gig-Trips: Dorthin, wo etwas los ist!

Der Trend:

Konzerte, Sportereignisse, Biennalen: Der Event-Tourismus wächst weiter. Mega-Tourneen und Kunstevents wie die Biennale tragen dazu bei, dass Events zum primären Reiseanlass werden. Sport-Großereignisse wie Formel 1 oder EM/WM bleiben zusätzliche Hotspots.

Meine Einschätzung:

Biennale arte 2026 in Venedig – ich bin wieder dabei! Und diesmal kommen vermutlich drei Generationen mit. Also zwei Trends in einem. Plus Supermarkt – also sogar drei Trends!

7. Skillcation: Reisen und lernen

Der Trend:
Skillcations verbinden Lernen & Urlaub: Kochkurse in Italien, Töpfern in Marokko, Malen in Frankreich, Reiten in Portugal. Sie liegen voll im Trend, weil Erlebnisse (statt Konsum) wichtiger werden. Immer mehr Retreats kombinieren Workshops und Erholung.

Meine Einschätzung:

Unbedingt! Meine jährliche Skillcation ist mein Reiturlaub im Wendland. Die Pferde wissen längst, dass ich nicht vorhabe, ein Profi zu werden – aber eine begeisterte Amateurin.

Kirsten Rick reitet auf Tinker

Skillcation: Reitferien

Auf Tinker Pauline durchs Wendland

Meine Lehrer

sind manchmal auch Haflinger

Haflinger sehen über den Zaun in die Kamera

8. JOMO – Joy of Missing Out: Urlaub ohne Performance-Druck

Der Trend:

Als Gegenbewegung zu FOMO suchen viele nach Stille: Rückzug, Funklöcher, Hütten, Dörfer am Meer. Die Idee: bewusst weniger tun. JOMO wird 2026 ein psychologischer Reise-Hygge-Trend, der auch mit Digital Detox verschmilzt.

Meine Einschätzung:
Ja, kann man machen. Sollte man machen. Mache ich sowieso. Mein Tipp dafür: Ein Trip mit dem Hausboot auf dem Shannon in Irlands „herzlicher Mitte“: kein Programmdruck, keine „Must-sees“, höchstens ein „Maybe later“. Der Shannon fließt in einem Tempo, das selbst überambitionierte Gedanken entschleunigt.

Und wenn es etwas dichter dran sein soll: Utersum auf Föhr ist meine persönliche JOMO-Heimstätte: ein Ort, der nicht fragt, was du heute geschafft hast – sondern ob du bereit bist, einfach mal nichts zu wollen. Und das fühlt sich, ungelogen, erstaunlich modern an.

Hausboot auf dem Scariiff River in Irland

Treiben lassen

Auf dem Shannon durch Irlands „herzliche Mitte“

Am Steuer

Freundin von Welt, vorschriftsmäßig mit Schwimmweste

Kirsten Rick mit Schwimmweste am Steuer eines Hausboots in Irland

9. Country Escape: Landleben statt Großstadttrubel

Der Trend:

Agrotourismus, Landhäuser, Farm Stays: Der Trend speist sich aus der Sehnsucht nach Natur, Einfachheit und Authentizität. In Europa mehren sich die Angebote seit Jahren – besonders in England, Frankreich, Italien, Skandinavien.

Meine Einschätzung:

Für mich beginnt der Country Escape schon im Wendland – unser winziger Garten reicht völlig. Und wer hin will: Der steht tatsächlich bei 1Nite Tent.
Mein Tipp: 1NITE TENT (one night tent) funktioniert wie Couchsurfen – nur draußen.

Apfelblueten

Apfelblüte

Einfach druntersitzen und den Blütenblättern veim Herabfallen zuschauen

Wendlandcharme

Impression von der Kulturellen Landpartie

Stalltür und bunter Streifenvorhang

10. Hotel Happening: Unterkünfte, die Geschichten erzählen

Der Trend:

Hotels werden 2026 selbst zum Reiseziel: Der Skyscanner-Report zeigt einen Anstieg von 60 % bei der Suche nach „Einzigartigen Unterkünften“. 35 % sagen, sie haben schon einmal einen Urlaub nur wegen des Hotels gebucht.

Meine Einschätzung:

Ja! Tolle Hotels sind wie gute Bücher: man möchte versinken, bleiben, staunen. Ich liebe Häuser, die selbst eine Geschichte erzählen.

11. Astro Travel: Urlaub unter dem Sternenhimmel

Der Trend:

Polarlichter, Meteoritenschauer, Sonnenfinsternis und Sterne in „Dark-Sky-Reserves“: Himmlische Phänomene werden zum Reisesujet. Lodges mit Glasdächern, Teleskop-Terrassen und spezielle Fototouren boomen.

Meine Einschätzung:

Polarlichter – ich würde sofort los. Aber auch in Deutschland funkelt der Himmel an manchen Orten erstaunlich hell. Dunkelheit ist ja eine bedrohte Ressource. Ich erkenne allerdings nur den Großen Wagen.

12. Fitcation: Reisen mit Bewegung

Der Trend:

Sport als Reiseanlass boomt: Surf-Camps, Wanderwochen, Yoga-Retreats, Marathons. Viele wollen im Urlaub an einem Ziel arbeiten – körperlich, mental oder sportlich.

Meine Einschätzung:

Bei mir sind das Radreisen. Wandern. Und natürlich der Reiturlaub – meine ganz persönliche Mischung aus Fitcation & Skillcation.

Kirsten Rick auf dem Faltrad mit Gepäck fährt in die dänische Landschaft an der Nordsee

Radreise

entlang Dänemarks Westküste

Wandern

im Waldnaabtal in der Oberpfalz

Rangerin und Wanderer im Waldnaabtal

13. Mountain Moments: Bergluft, Stille, Weite

Der Trend:

Der Bergtrend ist riesig: Skyscanner verzeichnet +103 % bei Suchen nach „Zimmern mit Bergblick“. 62 % planen 2026 einen Bergurlaub; Hauptgründe: saubere Luft (55 %), kühle Temperaturen (55 %), Seen & Wanderungen (53 %).

Meine Einschätzung:

Ich muss nicht hoch hinauf – von unten sieht man die Berge sowieso besser. Aber ja: Berge sind großartig. Die klare Luft allein lohnt die Reise.

14. Family on Tour: Mehrgenerationenreisen

Der Trend:

Mehrgenerationenreisen steigen: 40 % wollen mit Eltern oder Großeltern reisen; 29 % der Gen Z waren zuletzt mit Eltern & Großeltern unterwegs. Gründe: gemeinsame Erlebnisse und finanzielle Teilung.

Meine Einschätzung:

Ja! Das geht auch, wenn die Eltern älter sind und die Kinder schon erwachsen. Fragt Eure Eltern, worauf sie Lust hätten. Ich war mit meinem Vater in Pilsen – eine Reise, zu der er 1968 schon mal aufgebrochen war (und aus der dann aus Gründen nichts wurde). Und nun? Wunderbar!

Bodo Rick neben Bierfass im Keller der Brauerei Pilsener Urquell in Pilsen

Pilsener Urquell vom Fass

Papa im Keller der Brauerei

Pilsen

Goldener Brunnen auf dem Marktplatz

Goldener Brunnen auf dem Marktplatz in Pilsen

15. Reise als Beziehungstest: Urlaub als Kompass für Partnerschaft & Freundschaft

Der Trend:

Booking.com nennt das „Reisen als persönliches Markenzeichen“: 60 % der Deutschen sind bereit, mit Kolleginnen, neuen Partnerinnen oder Freund*innen zu reisen, um die „Kompatibilität“ zu testen. 59 % würden abgelegene Orte wählen, 48 % Reisen mit Einschränkungen ausprobieren – bewusst als Stresstest.

Meine Einschätzung:

Mit M. ist jede Reise ein Stresstest – aber wir bestehen ihn meistens. Reisen zeigt uns Seiten, die im Alltag gut getarnt bleiben.

16. Staycation: Urlaub vor der Haustür

Der Trend:

Staycations bleiben stark: Urlaub daheim oder im nahen Umfeld. Beliebt wegen Zeit- und Geldersparnis und weil viele Menschen ihre Heimatstädte neu entdecken wollen.

Meine Einschätzung:

Als Hamburgerin habe ich es da leicht. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einfach rausgehe. Und wer ans Meer will — der fährt an die Nordseeküste (z.B. nach Cuxhaven) oder gleich mit dem Regionalzug nach Sylt. Für ein ruhiges, naturnahes Wochenende bietet die Lüneburger Heide perfekte Alternative: sanfte Hügel, weite Heideflächen, Buchweizentorte – ideal für eine kleine Auszeit zu Fuß oder mit dem Rad.

Meerblick mit Strand auf Sylt

Meerblick

Sylt ist von Hamburg aus mit dem Regionalzug erreichbar

Hafenstimmung

Hamburg, meine Perle. Warum wegfahren?

Silhouette des Hamburger Hafens bei Sonnenuntergang


Was denkt Ihr, liebe Freundinnen? Habt Ihr Lieblings-Reisetrends 2026? Oder seid Ihr völlig trendfrei unterwegs? Wohin? Schreibt es in die Kommentare – ich freue mich!

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Eine Antwort zu „Reisetrends 2026 – und was sie für Dich und mich bedeuten“

  1. Avatar von Heidi Scharvogel
    Heidi Scharvogel

    Da sind wir ziemlich einer Meinung, liebe Freundin von Welt Kirsten! Supermärkte mit ihre Spezialitäten gehören genauso wie Essen gehen dazu, wenn ich ein Land entdecke – genau wie die Geschichten von Orten, Gebäuden und Menschen. Neues ausprobieren? Aktiv sein? Immer gern. Literatur: Ich nehme immer viel zu viel Lektüre mit, weil ich vor lauter Eindrücke sammeln nicht zum Lesen komme. Jomo praktiziere ich fast immer 😉 Reisen als Beziehungsstresstest? Großer Unterschied: L. und ich hatten noch nie wirklich Stress auf Reisen.
    Vielen Dank für deine Reisetipps
    Liebe Grüße und gute Reise

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